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MotoGP-Feedback im Vergleich: Rossi, Marquez und Bagnaia

Fahrwerkslieferant Ohlins gibt Einblicke in die unterschiedlichen Feedback-Stile der Königsklassen-Champions Rossi, Marquez und Bagnaia.

Von Ruben Smit - 2026-08-24 14:00:55.000 - 2 Min. Lesezeit

Jahrzehntelange Daten aus der Königsklasse und die enge Zusammenarbeit mit den Fahrern verschaffen den Fahrwerksspezialisten einen einzigartigen Einblick darin, wie verschiedene Champions das Verhalten ihrer Maschinen interpretieren. Jonas Torstensson, Motorsport-Manager bei Ohlins, beleuchtete kürzlich in einem Interview mit Marca die kontrastierenden Arbeitsweisen einiger der erfolgreichsten Persönlichkeiten des Sports.

Mit Blick auf Valentino Rossi, der vor mehr als fünf Jahren zurückgetreten ist, hob Torstensson eine außergewöhnliche intuitive Verbindung zwischen Fahrer und Maschine hervor. Dem Fahrwerkschef zufolge verfügte Rossi über die seltene Fähigkeit, auf das Motorrad zu hören und diese mechanischen Empfindungen in präzise technische Anweisungen für die Ingenieurscrew zu übersetzen.

Marc Marquez bringt eine grundlegend andere Dynamik in die Boxengasse. Obwohl Marquez sehr präzise diagnostizieren kann, was ein Chassis benötigt, kaschiert seine enorme Anpassungsfähigkeit oft grundlegende Abstimmungsfehler. Torstensson erinnerte sich an Testfahrten, bei denen Marquez auf neuen Teilen, die er eigentlich ablehnte, wettbewerbsfähige Rundenzeiten fuhr und die schnellen Zeiten schlicht damit erklärte, dass er härter gepusht habe, anstatt die Hardware zu loben.

Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia hingegen verlässt sich stark darauf, ein harmonisches Fenster zu finden. Obwohl Bagnaias Abhängigkeit von einer präzisen Abstimmung gelegentlich Kritik von außen hervorgerufen hat, verteidigte Torstensson den Italiener als äußerst klaren Kommunikator bei Entwicklungstests, der den Ingenieuren bei der Bewertung neuer Teile verlässliche Daten liefert.

Über individuelle Fahrereigenschaften hinaus beleuchtete Torstensson auch vergangene Meisterschaftskampagnen und wies darauf hin, dass Suzukis frühe Beherrschung eines neu entwickelten Federbeins während der von der Pandemie geprägten Saison 2020 eine unterstützende Rolle bei Joan Mirs Titelgewinn spielte. Ohlins rüstet derzeit fast das gesamte aktuelle MotoGP-Feld mit Fahrwerken aus, mit Ausnahme von KTM, die auf hauseigene WP-Komponenten setzen.

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