APEX RACEWIRE Redaktion
Aprilia lobt Bezzecchis kämpferisches Podest-Comeback in Silverstone
Massimo Rivola würdigte Marco Bezzecchi, der sich nach einer schwierigen Durststrecke trotz schwerer Verletzungen beim Großen Preis von Großbritannien Platz drei sicherte.
Von Michael de Vries - 2026-08-09 16:08:30.000 - 2 Min. Lesezeit

Aprilia-Geschäftsführer Massimo Rivola hat Marco Bezzecchi am Sonntag überschwänglich gelobt, nachdem sich der italienische Fahrer beim Großen Preises von Großbritannien der MotoGP trotz starker Schmerzen auf den dritten Platz gekämpft hatte. Bezzecchi war mit Nachwehen von Schlüsselbein- und Knieverletzungen, die er sich vor der Sommerpause zugezogen hatte, nach Silverstone gereist. Diese körperlichen Beschwerden hatten eine desolate Formkrise verschärft, in der er nach seinem Sieg in Mugello Ende Mai vier Grands Prix in Folge nicht ins Ziel gekommen war.
Obwohl er am Sonntagmorgen kaum gehen konnte, gelang es Bezzecchi, Alex Marquez abzuwehren und den letzten Podestplatz zu erobern, womit er ein starkes Mannschaftsergebnis für Aprilia abrundete. Rivola äußerte tiefen Respekt für die Widerstandskraft seines Fahrers und verwies auf die Entschlossenheit, die erforderlich ist, um sowohl körperliches Leiden als auch ein schweres mentales Formtief zu überwinden. Der Aprilia-Chef betonte, dass es von einem seltenen Grad an Hingabe zeuge, wenn ein Fahrer Stunden vor dem Rennen Mühe habe sich zu bewegen und dann eine wettbewerbsfähige Leistung abrufe.
Der Weg zurück auf das Podest bot eine willkommene Erleichterung nach einer Kaskade von Fehlern und schweren Stürzen in Balaton, Brno, Assen und auf dem Sachsenring. Bezzecchi räumte ein, dass es während seiner Durststrecke schwer gewesen sei, äußere Kritik und interne Zweifel auszublenden. Er dankte seiner Familie, seinen Freunden, der Valentino Rossi Academy und seiner Crew in der Garage dafür, dass sie ihn bei wachsendem Druck auf dem Boden der Tatsachen gehalten hatten.
Sobald er jedoch in der Startaufstellung stand, verstummte der Lärm völlig. Bezzecchi beschrieb den psychologischen Wandel am Renntag und erklärte, dass das Herabziehen seines Helms wie das Einsetzen von Ohrstöpseln wirke, wodurch die Außenwelt wirksam ausgeblendet und er sich voll und ganz auf die anstehende Aufgabe konzentrieren könne.